Fachwerkhaus Moringen

Sanierung im Rahmen Denkmalschutzes

Ausgefürte Arbeiten

Ausgangslage:

Bei dem Objekt handelt es sich um ca. 1710 erbautes Fachwerkhaus an der Kirche in Moringen. Die zu sanierende nördliche Fachwerkfassade wie starke Schaden vor allem im Bereich des Putzes auf. Die Gefache waren stark verwittert, die Farbe war zu über 50 % nicht mehr erhalten (abgewittert). Der ursprünglich aus roten Wesersandstein bestehende Sockel war teilweise überputzt und Fehlstellen nicht fachgerecht mit Ziegeln ergänzt worden.

Bei der ersten Bestandsaufnahme am 25.03.2014 wurden Hohlstellen mittels abklopfen festgestellt. Im Zuge einer Straßenbaumaßnahme im Sommer konnte mit der Sanierung nicht wie geplant im Frühjahr / Sommer begonnen werden, sondern erst am 12.10.2014. Hierbei wurde festgestellt, dass durch die Straßenbaumaßnahme weiterer Schaden an den Putzflächen entstanden war.

Die Putzflächen waren nun auf der gesamten Nordfassade abgängig.

Sanierung:

Gefache / Reinigung

  • Die gesamte Fassadenfläche wurde mittels pat. JOS-Verfahren gereinigt.
  • Die Gefacheflächen wurden auf festen Halt und Verbindung zum Untergrund hin untersucht, Fehlstellen wurden gegenzeichnet .
  • Die Gefacheflächen wurden vorsichtig aus dem Bestand gelöst und gereinigt.
  • Die Gefacheflächen wurden mittels MGIII Mörtels warzenförmig vorgespritzt
  • Die Gefacheflächen wurde mehrlagig mit einem Kalkputz aufgeputzt und an die Holzkanten des Fachwerkes an gearbeitet.

Malerarbeiten:

  • Die Fachwerkbalken wurden nach der Reinigung angeschliffen, mittels Leinöl halbfett grundiert und mit einem 2 fachen Leinölvollfettanstrich versehen (Farbe in Abstimmung Denkmalschutz).
  • Die Gefacheflächen wurden grundiert und 2 mal mittels Silikatfarbe gestrichen.
  • Die Haustür wurde angeschliffen und wieder mit einem Leinölanstrich versehen.
  • Der neu erstelle Gesimskasten wurde mit Leinöl (farblos) 2 mal deckend gestrichen.

Sockel:

  • Der Sockel wurde mittels pat. JOS-Verfahren gereinigt Dabei wurde festgestellt, dass es sich nur teilweise Sandstein handelte und große Teile überputzt waren.
  • Der Putzauftrag wurde entfernt, Sandsteine ergänzt .
  • Der Sockel bekam zum Schutz des Schwellholzes eine Ablaufkante.
  • Durch Bindemittelzuführung wurde die Sandsteine als ganzes gefestigt anschließend wurde der Sockel wieder Verfugt.

Holzarbeiten:

  • Die Substanz des Eichenholzes war insgesamt als gut zu bezeichnen, in kleinen Teilbereichen wurde Schadhafte Stellen nach historischen Vorbild ersetzt.
  • Fensterbekleidungen der Fenster wurden neu erstellt, der Zwischenraum Gefache – Fenster wurde mittels Hanf winddicht verschlossen.
  • Ein Gesimskasten wurde auf der gesamten Länge der Nordfassade erstellt.

Mit der Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der verwendung von cookies zu. Datenschutz

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen